19. Februar 2017

_07_2017: Fotografie

Diese Woche fehlten mir die Motive. Dabei war das Wetter nicht nur schlecht. Aber zum Fotografieren brauche ich Ideen und Geduld. Und manchmal denke ich »das ist ein gutes Motiv«, aber auf dem Foto macht es nichts her. Und andere Motive werden viel besser als erwartet. Das ist das Schöne am Fotografieren – und manchmal auch das nicht-so-Schöne.

Für »fehlende Motive« sind aber doch recht viele Bilder zustande gekommen. Ein bilderreicher Rückblick auf die siebte Woche des Jahres.

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Am Sonntagnachmittag im Park vom Schloss Wilhelmsthal:


Am Montag habe ich mit Mühe und Not zwei Fotos im Garten geknipst (anders kann ich es nicht bezeichnen) – normalerweise nichts zum Veröffentlichen, aber für dreihundertfünfundsechzig tage versuche ich ja täglich zumindest ein Foto zustande zu bringen. Die Künstlerin (Malen, Keramik, Fotografie) Rae Dunn (hier auf instagram) veröffentlich täglich eine Skizze, die ich ganz großartig finde. Aber hier nun meine Fotos:


Dienstag bin ich nochmal zum Essigberg gefahren. Recht spät mit Blick zum Sonnenuntergang, als wir zurück zum Parkplatz kamen.

Am Großen Steinhaufen lag noch jede Menge Schnee, für ein "schönes" Foto haben die Hunde nicht kooperiert. ;-)


Mittwoch – immer noch traumhaftes Sonnenwetter. Aber beim Spaziergang war nur der Blick zum Dörnberg fotografierenswert.


Der Donnerstag war grau, grau grau. Und Lourdes genervt von der Kamera. :-)

Nach dem Einkaufen war am Abendhimmel ein roter Streifen der bereits untergegangenen Sonne zu sehen.

Vom Freitag nur ein Foto. Der Baum war wohl bereits zum Fällen gekennzeichnet, durfte aber stehen bleiben.

Begnadigung
Gestern habe ich erstmal ein Bild vom Tulpenstrauß gemacht, um überhaupt ein Foto für die dreihundertfünfundsechzig tage zu haben. Nachmittag entschied ich mich dann, mal wieder neue Wege zu gehen und bin zur Buga gefahren. Es ist schon recht viele Jahre her, dass ich das letzte Mal hier war, ich kann mich gar nicht mehr erinnern. Das Wetter war durchmischt, aber dadurch waren auch nicht so viele Leute unterwegs. Und die Seen hatten noch eine dünne Eisschicht. 


Zum Abschluss ein Foto vom heutigen Morgenspazier – damit ich wenigstens eines habe, egal wie der Tag weiter verläuft. ;-)


Für die Woche oder auch den heutigen Tag steht aber mehr dieses Bild. Nicht von mir, aber aus dem Buch, das ich gerade bearbeite. Und das auch jetzt schon wieder nach mir ruft.
Illustration von U.M.









12. Februar 2017

_06_2017: Spielen


Manchen Dingen kann ich nicht wiederstehen: zum Beispiel Bücherwühltischen. Ich habe eigentlich gar keine Zeit, bin schon auf dem Weg zur Kasse, und dann steht da ein Büchertisch mit Mängelexemplaren. Ich muss stehenbleiben und kann erst weitergehen, wenn ich jedes Buch zumindest einmal kurz betrachtet habe. Irgendwo ganz unten könnte ja ein Schatz verborgen sein. Oft lege ich zwei, drei Bücher raus und lasse sie – in Anbetracht des Stapels ungelesener Bücher zuhause – zum Schluss dann doch liegen. Gestern ging es mir auch so: da war kurz vor der Kasse dieser Wühltisch, und ich hatte Tiefkühlkost im Einkaufswagen. Trostzdem musste ich schnell alles durchschauen – und »Spielen« von Karl Ove Knausgård habe ich mitgenommen. Es ist zwar der dritte Band des fünfteiligen (oder sind es sogar noch mehr?) autobiographischen Prokjektes des norwegischen Autors, aber vielleicht von der Thematik her ganz gut, um zu schauen, ob mir der Stil liegt.
 
Ich habe mir dieses Jahr vorgenommen zwölf Bücher zu lesen und ich hinke mit der Zeit hinterher. Gerade habe ich »Die Sommer mit Lulu« von Peter Nichols auf meinem Nachttisch liegen und ab und zu komme ich mal ein paar Seiten weiter. Der Sommer ist mehr meine Zeit zum Lesen.
 
Das Wetter ist februarmäßig durchmischt: von kalt und grau bis kalt und sonnig. Und so sind auch die Fotos der sechsten Woche.


6. Februar 2017

Nelli [ Trainingstagebuch – 08 ]

Nelli gestresst, Lourdes unglücklich

Nelli ist nun über drei Jahre bei uns, Marek lebt schon seit fast zwei Jahren nicht mehr. Das Leben mit den beiden Weibsen hat sich ganz gut eingespielt. In mancher Hinsicht hat Nelli Mareks Räume, die er hinterlassen hat, eingenommen. So liegt sie nun hier oben bei mir neben meinem Schreibtisch im Arbeitszimmer, wenn ich arbeite. Dort hat früher Marek immer gelegen.

Ihre Panikatacken beim Spazierengehen sind momentan wieder anstrengender geworden. Wir arbeiten uns dann immer aneinander ab. Sie zieht wie ein Ochse, ich versuche damit irgendwie klar zu kommen, was bergab mit vereisten Wegen nicht einfach ist. Und irgendwas verschreckt sie immer. Zunächst war es die Knallerei zum Jahreswechsel. Dann ist es mittwochs und samstags der Schießstand, von dem die Schüsse – besonders im Winter bei unbelaubten Bäumen – kilometerweit zu hören sind. Dann die Schüsse, weil irgendwo gejagt wird. Und dann auch noch die Waldarbeiten, wenn mit großem Krach ein Baum gefällt wird. Das macht mich alles gerade kirre, Nelli natürlich erst recht. Und sie steckt mit ihrer Panik auch noch den kleinen Hund an.

Weil ich diesen Murmeltiertagen (jedes Mal der gleiche bescheidene Ablauf), die uns allen nicht gut tun, etwas entgegen setzen möchte, kam ich auf die glorreiche Idee: Jetzt machen wir alles anders. Erstmal keine langen Spaziergänge mehr, sondern mehrere kurze halbstündige Spaziergänge mit Spielen und Suchen hier bei uns im kleinen Waldstück auf den Wiesen. Dort fühlt sich Nelli meist recht sicher. Als ich heute Nachmittag dahin loszog, dachte ich, ich seh nicht richtig. Genau dort, wo wir in den Wald gehen, sind nun Waldarbeiten. Mit schweren Fahrzeugen, Motorsägen und lautem Krachen, wenn ein Baum fällt. Nelli war gleich wieder voller Panik. :-(

Die Waldarbeiten werden dort nicht ewig dauern, und dann werde ich meinen Plan wieder aufnehmen. Und bis dahin eben doch wieder wohin fahren, wo es hoffentlich ruhiger ist. Ich habe mich heute daran erinnert, dass ich in dem Jahr, als ich Marek und Nelli zusammen hatte, manchmal mit Marek und Lourdes irgendwohin gefahren und dann nach Hause gelaufen bin. Dann habe ich Nelli und Lourdes geschnappt und bin mit den beiden wieder zurück zum Auto gegangen. Das hatte den Vorteil, dass Nelli nicht wusste, wo das Auto steht und der Spaziergang zuende ist. Sie fängt mit Vorliebe an zu ziehen, wenn sie sich auf dem Heimweg wähnt – entweder zum Auto oder nach Hause. So konnten wir ziemlich entspannt laufen, ohne dass ich zum Ende des Spaziergangs völlig entnervt war. Es ist ja nicht so, dass sie zieht, weil sie so schlecht erzogen ist, sondern weil sie die Nase voll hat von all den Eindrücken und nur noch nach Hause will. Ich habe dagegen noch kein Wundermittel gefunden. Und fallen dann auf dem Spaziergang auch noch Schüsse oder es knallt aus einem anderen Grund, ist sie erst recht nicht mehr ansprechbar. 

5. Februar 2017

_05_2017: Pass auf, was du dir wünscht ...

... es könnte in Erfüllung gehen!

Letzte Woche war ich schnee-müde und hatte diese Woche die Bescherung: graues Tauwetter. Aber auch ein bisschen Vorfrühlingssonne. Und viel zu tun. Deswegen ist heute alles wenig: wenig Text und wenig Fotos.