3. August 2013

Die hellen Tage*

Schließe die Augen und höre
[ Inschrift auf einer Bank ]
 
... die am Blindenpfad steht, am Rande eines kleinen Baches. Vor kurzem habe ich sie entdeckt – sie lädt ein, einen Augenblick zu verweilen und den Alltag hinter sich zu lassen.
Den Alltag hinter mir lassen kann auch ich: Der Sommer ist schon seit Wochen da, doch nun habe ich Zeit, ihn zu genießen. Mit einem Buch unter unserem schattigen Apfelbaum, beim abenteuerlichen Durchqueren der Diemel, Lourdes auf dem Arm (für sie ist der Fluss zu tief mit zu starker Strömung), Marek an der Leine, den Fotoapparat auf dem Rücken. Die Wochen vorher waren reich gefüllt: Ein neues Dach ziert nun unser Haus, schon mit Vorfreude auf den nächsten Winter, dass es dann wärmer sein wird – und dann die Feststellung an diesen heißen Tagen, dass jetzt das Haus viel kühler bleibt.
 
"What day is it?", asked Pooh.
"It's today", squeaked Piglet.
"My favorite day", said Pooh.
[ Winnie the Pooh | Alan Alexander Milne]
 
* * *
* Die hellen Tage ist ein Buch von Zsuzsa Bánk
* * *

 Lourdes in Hann. Münden ...
... und beim Träumen auf „ihrem“ Sofa.
Gestüt an der Igelsburg
Gelber Mohn an der gelben Villa
Das mit dem Futterbeutel versteht die Prinzessin nicht 
Die Schlafmohnfelder in Germerode
An der Diemel
Auf der Termenei (Foto von K. Scheffel)
Kindheitserinnerungen

23. Juni 2013

Jahresmitte – Mittsommer

Ich wusste nicht, dass es unmöglich ist, also habe ich es gemacht.
[ Jean Cocteau ]
 
Einfach mal etwas tun, auch wenn es sich verrückt anhört. Der Stilpirat hat ein wunderbares Buch über seine Reise nach Vietnam herausgebracht, schön zu lesen und noch schöner anzuschauen. Ich weiß nicht, was mich mehr fasziniert: das Wagnis der Reise oder das Wagnis, ein Buch in dieser Dimension selbst herauszugeben und zu finanzieren. Dass beides möglich ist, hat er gezeigt, der Steffen Böttcher. Hier ist sein Blog und hier ist sein Buch, es lohnt sich in beides reinzuschauen.
Beim Kasseler Jugendsymposion hatte ich die Gelegenheit, den schweizer Fotografen Manuel Bauer live zu erleben und seinen Vortrag "Flucht aus Tibet" zu hören und sehen. Hier hatte ich schon mal den Trailer eingestellt.
In der Zeit seit meinem letzten Blogeintrag hatte ich viel zu tun. Heute erst komme ich dazu, die Fotos der letzten Wochen zu sichten und auszuwählen. Am Freitag haben wir – schon beinahe traditionell – den längsten Tag des Jahres am Dörnberg mit einem Picknick gefeiert und wurden mit einem traumhaften Sonnenuntergang und einem fast Vollmond belohnt. Auch wenn die Tage ab jetzt schon wieder kürzer werden, der Sommer ist da – schön so!

YO NO SOY YO.
 Soy este
que va a mi lado sin yo verlo;
que, a veces, voy a ver,
y que, a veces, olvido.

El que calla, sereno, cuando hablo,
el que perdona, dulce, cuando odio,
el que pasea por donde no estoy,
el que quedará en pié cuando yo muera.
[ Juan Ramón Jiménez ]

 

*                                        *        *
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Wie immer können die Bilder auch in voller Auflösung angeschaut werden, indem man auf das Bild klickt.
 

11. Mai 2013

Manches und Allerlei

  Manche Menschen wissen nicht, wie wichtig es ist, dass sie einfach da sind.
Manche Menschen wissen nicht, wie gut es tut, sie nur zu sehen.
Manche Menschen wissen nicht, wie tröstlich ihr gütiges Lächeln wirkt.
Manche Menschen wissen nicht, wie wohltuend ihre Nähe ist.
Manche Menschen wissen nicht, wie viel ärmer wir ohne sie wären.
Manche Menschen wissen nicht, dass sie ein Geschenk des Himmels sind.
Sie wüssten es, würden wir es ihnen sagen.
[Petrus Ceelen]
 
Die Zeit fliegt dahin und da ich die Abstände zwischen den einzelnen Blogeinträgen nicht zu groß werden lassen und deswegen nur schnell etwas von mir hören lassen möchte, bekomme ich heute kein rundes Thema für Text und Bilder zustande, sondern es handelt von so manchem und allerlei: von Katzen, Spiegeln, Sonne und Mond, von Abschieden, Zuckerherzen und Tassen.
Das obenstehende Gedicht habe ich am Freitag gehört. Da in der letzten Zeit einige, die ich kenne, und auch ich Abschied von lieben Menschen nehmen mussten, bildet es dieses Mal den Anfang – als Erinnerung an die Menschen, ohne die unser Leben so viel ärmer geworden ist.
Neben diesen nachdenklichen und schmerzlichen Momenten war aber in den vergangenen zwei Wochen immer wieder Gelegenheit, die Kamera zur Hand zu nehmen, in den unterschiedlichsten Situationen Bilder zu machen und damit auch mal Neuland betreten. So habe ich versucht, den vollen Mond zu fotografieren. Was nicht so ganz geklappt hat und eine Wiederholung ist schon in Planung. Dafür war ich beim Sonnenuntergang vorher schon etwas erfahrener. Und ich hatte das erste Mal etwas länger eine Katze – die hübsche Lily – vor der Linse. Lily im Spiegel fotografiert ist die Überleitung zu einem weiteren Neuland: So bekommt Ihr heute auch mal mich zu sehen, ebenfalls im Spiegel fotografiert – zwar mal wieder ein Tassenfoto, aber dieses Mal etwas anders, als man es sonst von mir kennt.
Hinweisen möchte ich auf noch etwas Neues: Auf den Blog bibora, in dem S. von ihren Hunden berichtet und man ihre Fotos von Billy, Bonnie und Raven sehen kann.
 
Herzhund 
Die Sonne geht unter ...
 ... und der Mond geht auf
Vollmond
Lily
... mit ihrem Menschen ...
... und im Spiegel
Tassenfoto

Traumhaft


My eyes make pictures, when they are shut.
[ Samuel Taylor Coleridge | A Day Dream ]
 
Ich suche eine blaue Tür. Nicht irgendeine, sondern eine bestimmte, die, an der ich vor ein paar Tagen vorbei gekommen bin. Alt war sie, ganz verschrammt, und ich dachte, es wäre sicher schön, sie zu fotografieren. Aber ich finde sie nicht mehr, kann mich nicht mehr erinnern, wo es genau war, dass ich sie gesehen habe, fahre und laufe die Straßen ab, wo ich gewesen bin, aber nirgends sehe ich diese blaue Tür. Vielleicht habe ich das alles nur geträumt.
Das Mai-Blatt des Zeit-Kalenders (mit dem Thema "Ich habe einen Traum" – die Serie aus dem Zeit-Magazin) handelt von dem "Traum" von Dave Grohl, ehemaliger Nirvana-Schlagzeuger und der Kopf der Foo Fighters. Er schreibt darin, dass er immer wieder von einem Haus geträumt hat. Nachzulesen ist der Artikel hier.  Er träumt von diesem Haus und ich erinnere mich daran, wie oft ich von Häusern und Wohnungen geträumt habe, und jetzt vielleicht von dieser blauen Tür.
Nicht geträumt sind meine Bilder – frühlingsfein hat sich die Natur gemacht, leuchtende Farben überall. Raps und Löwenzahn wohin man schaut, darüber blauer Himmel, helles Grün an den Bäumen, Licht und Schatten. Traumhaft. 


Mit einem Klick auf die Bilder können sie in der vollen Auflösung angeschaut werden.